Hamburg immer noch nicht versetzt

Der neueste Schulvergleichstest der Bundesländer stellt Hamburg kein besonders gutes Zeugnis aus. Lediglich beim Hörverständnis englischer Texte verzeichnen Hamburger Schüler signifikante Fortschritte. Dieses Ergebnis dürfte erwartungsgemäß noch besser ausfallen, wenn künftig im Rahmen der sechsjährigen Primarschule Englisch bereits ab Klasse 1 unterrichtet werden würde.

Beim Leseverständnis englischer Texte landet Hamburg im Mittelfeld der 16 Bundesländer. Miserabel schneidet der Stadtstaat dagegen nach wie vor im Fach Deutsch ab, und zwar sowohl beim Lesen und Erfassen von Texten als auch in der Rechtschreibung. Da belegt Hamburg im Ranking der Bundesländer die Plätze 13 und 14. Ursächlich dafür ist nicht zuletzt die heterogene Bevölkerungsstruktur mit einem hohen Anteil von Migrantenkindern.

Da die Studie zudem abermals die Abhängigkeit der Schulleistungen von der sozialen Herkunft unterstreicht, ist dies ein weiterer Befund für die Zweckmäßigkeit längeren, gemeinsamen Lernens in der vorgesehenen Primarschule. Denn nur auf diese Weise lassen sich durch Elternhäuser bedingte Niveauunterschiede wenigstens teilweise ausgleichen. Wenn alle Kinder verschiedener Herkunft von der 1. bis zur 6. Klasse gemeinsam kommunizieren und entsprechend ihrem Können gefördert und gefordert werden, dürfte das die Sprach- und Lesekompetenz schon bald sichtbar positiv beeinflussen.

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