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Unipräsident Lenzen pro Schulreform

Hamburgs Universitätspräsident Prof. Dieter Lenzen hat sich hinter die geplante Schulreform gestellt. Ein längeres gemeinsames Lernen erhöhe eindeutig die Chancen jener, «die im Prinzip in der Lage sind aufzusteigen», sagte Lenzen dem Sender Hamburg 1 (Samstag/17.15 Uhr). Die Sorgen der Schulreformgegner, die wegen der sechsjährigen Primarschule um den Bestand der Gymnasien bangen, teile er nicht. Unter Hinweis auf die demografische Entwicklung sagte er: «Das ist überhaupt nicht das Thema. Sondern das Thema ist: Wie schaffen wir (…) genügend Potenzial für die Gymnasien, damit wir sie später nicht schließen müssen, weil es zu wenig junge Menschen gibt, die darauf gehen können.» Quelle
Argumente aus Sicht der Erziehungswissenschaft
Öffentliche Fachtagung am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg
Ein Bericht von
Prof. Dr. Johannes Bastian
Prof. Dr. Karl-Dieter Schuck
Prof. Dr. Wolfram Weiße
Die Frage, ob Kinder länger gemeinsam lernen sollten wird anlässlich der geplanten Einführung einer sechsjährigen Primarschule in Hamburg kontrovers diskutiert. Im Juli soll es dazu einen Volksentscheid geben. In der Erziehungswissenschaft wird diese Frage vor dem Hintergrund der vorliegenden Forschungsergebnisse und mit Blick auf international erfolgreiche Schulsysteme eher befürwortend diskutiert. Anliegen der Fachtagung war es deshalb, die öffentliche Diskussion durch wissenschaftliche Argumente anzureichern und zu versachlichen.
Teilgenommen haben zwischen 400 und 500 Interessierte: Studierende, HochschullehrerInnen, Mitglieder der Bürgerschaft, der Parteien, der Gewerkschaft, der Elternkammer und viele Menschen, die sich auf die Diskussion in den kommenden Monaten vorbereiten wollen. Dazu Insa Gall in der Welt vom 22.4.: „Und so war der Andrang bei der gestrigen Fachtagung an der Universität Hamburg über die Schulreform und ihre Auswirkungen gewaltig.“